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Für Schiedsrichter in der Oberliga Baden gilt das Oberligastatut 2011.

Wie läuft ein Schiedsrichterlehrgang ab?

Der Ablauf eines Lehrgangs wird im wesentlichen durch den Lehrgangsleiter bestimmt. Der Lehrgangsleiter spricht meist noch einmal die wichtigsten Regeln an oder weißt noch einmal auf jene Punkte hin die meist falsch gemacht werden, auch erlaubt er Fragen der Teilnehmer. So ergibt sich zu Beginn der Prüfung meist eine Gesprächsrunde, die den Teilnehmern auch die Anspannung nehmen soll. Sieht der Lehrgangsleiter keinen weiteren Klärungsbedarf, dann verteilt er die Prüfungsbögen und die Prüfung beginnt.

Die Prüfungsbögen sind als Multiple-Choice-Test realisiert. Das erlaubt dem Lehrgangsleiter mit geringem Aufwand die Korrektur vornehmen zu können. Der Lehrgangsleiter wird die Prüfungsbögen unmittelbar nach Abgabe korrigieren und feststellen ob der Teilnehmer bestanden hat.

Neuer Wechselmodus

Ablauf

  • Ein Wechsel wird beantragt in dem Moment in dem der Spieler die Wechselzone betritt (Zone im Seiten-Aus zwischen verlängerter Mittelline und Angriffslinie).
  • Der zweite Schiedsrichter pfeift (ohne Handzeichen) - der erste Schiedsrichter zeigt durch das "Wechsel"-Handzeichen, dass er dem Wechsel stattgibt
  • Der zweite Schiedsrichter stellt sich neben den Netzpfosten, Blick zu den wechselnden Spielern, er fordert die Spieler auf zu warten, kontrolliert (durch Blick zum Schreiber), dass der Schreiber den Wechsel einträgt und fordert schließlich die Spieler zum Wechsel auf
  • Der zweite Schiedsrichter geht zum Schreiber und kontrolliert, dass er den Wechsel korrekt eingetragen hat
  • Der zweite Schiedsrichter zeigt dem ersten Schiedsrichter das "Bereit"-Handzeichen (sieht aus wie "Hinterspieler/Sichtblock"-Handzeichen);

Häufige Fehler

  • Das "Wechsel"-Handzeichen von Seiten des Trainers gibt es nicht mehr; die Schiedsrichter sollen nicht darauf reagieren;
  • Der zweite Schiedsrichter sagt nichts, auch nicht "1 kommt - 2 geht", sondern er lässt den Schreiber selbst sehen, wer wechselt. Grund: Wenn es in der Halle laut ist, ist die Gefahr zu groß, dass der Schreiber den Schiedsrichter falsch versteht;
  • Häufig wird nicht darauf geachtet, ob eben der Spielführer aus/eingewechselt wurde; in diesem Fall erfragt der zweite Schiedsrichter beim Trainer, wer Spielführer ist und zeigt dies dem ersten Schiedsrichter an;

Zwei Libero-Spieler

Die aktuellen Regeln erlauben den Einsatz von zwei Liberos, allerdings ist deren Einsatz falsch oder unvollständig erklärt: Liest man die aktuellen Regeln, so wird der Eindruck erweckt, dass der zweite Libero ein Ersatz-Libero sei, auf den einmalig im Spiel gewechselt werden kann und ab diesem Moment der erste Libero nicht mehr eingesetzt werden kann.

Richtig ist:

  • Beide Libero werden im Spielberichtsbogen, sowohl als Spieler, als auch als Libero eingetragen; die neuen Spielberichtsbögen haben 14 Zeilen für Spieler und 2 Zeilen bei Libero; alte Bögen haben nur 13 Zeilen und 1 Liberozeile, dort muss man sich über das Bemerkungsfeld aushelfen, falls der Platz nicht reicht.
  • Die Liberospieler dürfen nach einem Spielzug gegeneinander getauscht werden (analog zum Wechsel Spieler gegen Libero, oder umgekehrt).
  • Der erste Libero darf wieder eingesetzt werden.