12.02.2012 21:36 von administrator
FREIBURG (zm). „Zwei Sätze gut, ein Satz medium“ – so bewertete der Freiburger Spielertrainer Wolfgang Beck den 3:0 (25:11, 25:22, 25:12)-Heimerfolg in der zweiten Volleyball-Bundesliga gegen den TSV Friedberg. Die hessischen Gäste konnten das Fehlen ihres Hauptangreifers Andreas Eichhorn nicht kompensieren, Freiburg nahm die Gelegenheit an und besserte sein Konto an Drei-zu-null-Erfolgen in diesem Jahr etwas auf. Am kommenden Samstag dürfte ein so glatter Sieg beim Aufsteiger VSG Coburg/Grub weitaus schwerer fallen.
Für einen Tabellenvierten, der den Kontakt zur Tabellenspitze noch nicht hat abreißen lassen, sind drei 3:0-Erfolge in der laufenden Spielzeit nicht gerade üppig. So kam ein personell gehandicapter TSV Friedberg gerade recht, um das Satzverhältnis weiter ins Positive zu drehen. Im Vergleich zum punktgleichen Dritten TuS Durmersheim, der gegen Stuttgart lediglich mit 3:2 gewann, haben sich die Freiburger am Wochenende bis auf drei Sätze herangepirscht.
Der siebte Heimerfolg wurde den Gastgebern in der Burdahalle praktisch in den Schoß gelegt. Friedberg stellte durch das Fehlen ihres Kapitäns die Formation weitgehend um, wirkte dann in der Annahme alles andere als sicher. „Im ersten und dritten Durchgang hatten wir relativ einfaches Spiel“, stellte Beck fest. Denn wenn die Friedberger Annahme mal kam, besorgte der 1844-Block oftmals den Rest.
Nur im zweiten Durchgang schaukelte sich die Partie ausgeglichen bis zum Satzende hin. „Wir haben uns einlullen lassen und häufig in den gegnerischen Block geschlagen“, monierte der Freiburger Spielertrainer. David Landa besiegelte schließlich mit zwei Wirkungstreffern bei eigenem Aufschlag den Satzgewinn für die Freiburger Turnerschaft.
Ende des dritten Satzes konnte Beck dann großzügig wechseln, nahm sich aus dem Spiel und brachte David Kurz. Zudem erhielten Waldemar Scherbakoff, Frederic Barth und Jan Jansen kurze Einsatzzeiten. „Für die Zuschauer war’s aber kein schönes Spiel“, bilanzierte Beck, „dafür hat Friedberg an diesem Tag kein Zweitliga-Niveau angeboten“. Im Hinspiel hatte 1844 noch mit 0:3 klar verloren.
Nach diesem Match im Schnelldurchgang erwartet die Freiburger am Samstag bei der VSG Coburg/Grub sicher ein härteres Stück Arbeit. Der Aufsteiger hat sich im Winter durch den früheren Erstligaspieler Evgeny Metelskiy (vormals Moerser SC) im Außenangriff verstärkt und ist vor allem zu Hause eine Macht. „Coburg hat viele Zuschauer im Rücken und in eigener Halle schon Teams wie Durmersheim und Delitzsch geschlagen, Dresden gewann erst im Tiebreak“, gib Beck zu bedenken. In der Vorwoche allerdings verloren die Coburger glatt mit 0:3 in Delitzsch. Als Drittletzter liefern sich die Oberfranken mit Friedberg, Grafing und Stuttgart einen verbissenen Kampf gegen den Abstieg.
Wollen die Freiburger jedoch weiter ihre Position in der Spitzengruppe stärken, ist ein Erfolg unabdingbar, denn die drei vor ihnen liegenden Konkurrenten haben allesamt lösbare Aufgaben vor sich. Freiburg wird in Coburg indes neben den verletzten Eric Dufour-Feronce und Julian Kallfass auch Andreas Prein (privat) und Wolfgang Beck ersetzen müssen. Beck unterzieht sich am Mittwoch in Freiburg-Landwasser einer Knie-Arthroskopie und fällt damit für die kommenden Wochen wohl aus. Der Spielertrainer will jedoch daraus nicht automatisch eine Schwächung ableiten: „Die Mannschaft hat schon gezeigt, dass sie auch ohne mich und Andi gewinnen kann.“
1844 spielte gegen Friedberg in folgender Formation: Bernhard Steiert (Zuspiel), Andreas Prein (Diagonal), Wolfgang Beck, Sascha Helwig (beide Außen/Annahme), David Landa, Johannes Stemmann (beide Mittelangriff), Jakob Schönhagen (Libero). Eingewechselt wurden David Kurz, Frederic Barth, Waldemar Scherbakoff und Jan Jansen.
Nächstes Spiel:
Samstag, 18. Februar, 19.30 Uhr:
VSG Coburg/Grub – FT von 1844 Freiburg
Nächstes Heimspiel:
Samstag, 25. Februar, 20 Uhr (Burdahalle):
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