29.01.2012 10:05 von administrator
FREIBURG (zm). Wolfgang Beck redete nicht um den heißen Brei herum: „Der Zug für die Plätze eins und zwei ist erst mal abgefahren“, sagte der Spielertrainer der FT von 1844. „Das Meisterziel können wir jetzt weglassen.“ Becks ernüchternde Bilanz fußte auf einer heftigen Niederlage, die die Freiburger Zweitliga-Volleyballer zuvor erlitten hatten. Bei der 0:3-Heimpleite (21:25, 19:25, 21:25) gegen den ASV Dachau bekamen die Gastgeber in den entscheidenden Moment den Ball nicht auf den Boden. Nun soll am kommenden Samstag gegen den VC Olympia Kempfenhausen eine Trotzreaktion erfolgen.
Die Leichtigkeit der Erfolge über den Jahreswechsel ist endgültig verflogen. Gegen Dachau kamen die 1844-Spieler schwerfällig in die Gänge, weil die Annahme zunächst nicht passte. Dennoch sah es bis zum 20:20 im ersten Satz nicht unbedingt schlecht aus. Dann aber machte Dachau den Sack auf beeindruckende Art zu: Vier der letzten fünf Punkte erzielten die Gäste durch Monsterblocks gegen einen zunehmend verzagenden Freiburger Angriff.
Während sich die Münchner Vorstädter von nun an nicht mehr beirren ließen und mit Aufschlag, Angriff und Block stets Gefahr ausübten, schwankte das 1844-Spiel bedenklich. Auch der bislang so zuverlässige Schnellangriff mit David Landa und Johannes Stemmann kam nicht wie gewohnt zum Zug. Ein Wechsel auf der Zuspielposition bei 13:18 im zweiten Satz (Waldemar Scherbakoff für Bernhard Steiert) brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auch im zweiten Satz zogen die Dachauer, die eines ihrer besten Saisonspiele zeigten, gegen Ende unaufhaltsam davon.
Ein kurzes Freiburger Hoch zu Beginn des dritten Durchgangs (6:2, 9:3), hatte sich schnell erledigt (10:10). Dennoch führten die Breisgauer bis 18:16, ehe erneut der Faden riss. David Landa, sonst im Service eine Bank, verschlug wie im zweiten Satz seine Aufgabe zum Satzverlust. Doch die zweite Heimniederlage der Saison (gegen Leipzig gab es in der Hinrunde ebenfalls ein 0:3) ist keinem Spieler alleine anzulasten. In allen Mannschaftsteilen präsentierten sich die Freiburger ohne Biss, selbst Routiniers unterliefen ungewohnt leichte Fehler. „Alles war heute ein wenig kopflos“, urteilte Wolfgang Beck, der gehandicapt durch einen Meniskuseinriss untätig am Spielfeldrand Platz nehmen und sich dort emotional zurückhalten musste. Abwehr- und Danke-Bälle seien an diesem Tag zu selten genutzt wurden. „Da geht dann irgendwann die Psyche runter“, so Beck, der nach der zweiten Niederlage in Folge (zuvor 1:3 in Leipzig) sein Team aus dem Kreis der Titelkandidaten herausstreicht: „Wenn man so die Bälle herschenkt, hat man vorne nichts zu suchen.“
Weil alle Tabellenkonkurrenten ihre Spiele gewannen, rutschte die Freiburger Turnerschaft im Klassement auf den vierten Platz ab. Die Talfahrt soll nun nicht nur ergebnismäßig bei den Internatlern aus Kempfenhausen gestoppt werden. Das junge bayerische Team liegt sieglos am Tabellenende, für Freiburg kann deshalb im kommenden Auswärtsspiel nur ein Dreisatz-Erfolg zählen. Allerdings muss sich dafür die Mannschaft erheblich steigern. Beck jedenfalls will seine Teil dazu durch einen besonderen Charakter der Übungseinheiten beitragen: „Ich hoffe, dass es nach drei harten Trainingseinheiten wieder läuft.“
Für 1844 kamen zum Einsatz: Bernhard Steiert (Zuspiel), Andreas Prein (Diagonal), Sascha Helwig, Julian Sadleder (beide Außen/Annahme), David Landa, Johannes Stemmann (beide Mittelangriff), Jakob Schönhagen (Libero). Eingewechselt wurden: Frederic Barth (Diagonal), Waldemar Scherbakoff (Zuspiel), Jan Jansen, David Kurz (beide Außen/Annahme).
Nächstes Spiel:
Samstag, 4. Februar, 17 Uhr:
VCO Kempfenhausen – FT von 1844 Freiburg
Nächstes Heimspiel:
Samstag, 11. Februar, 20 Uhr (Burdahalle):
FT von 1844 – TSV Friedberg
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