13.12.2011 21:46 von Matthias Kaufhold
FREIBURG (zm). Eine Woche vor Weihnachten sehnt mancher bereits besinnliche und bekömmliche Feiertage herbei. Die Volleyballer der FT von 1844 schieben Lebkuchen und Spritzgebäck aber noch beiseite. Aus gutem Grund: Das sportliche Geschehen in der Zweiten Bundesliga hält für sie zum Jahresausklang den vorläufigen Saisonhöhepunkt bereit. Am Samstag, 17. Dezember, gastiert der ungeschlagene Tabellenführer VC Dresden um 20 Uhr zum Spitzenspiel in der Burdahalle. Da darf beim Tabellendritten durchaus Festtagsstimmung aufkommen, auch wenn die Freiburger Siegesserie am Samstag beim TuS Durmersheim riss.
Mit 1:3 (19:25, 23:25, 26:24, 23:25) unterlag die Mannschaft um Spielertrainer Wolfgang Beck beim badischen Konkurrenten. Die Freiburger Turnerschaft verpasste damit den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz, den weiter der GSVE Delitzsch besetzt.
Für Wolfgang Beck war der erste Misserfolg nach fünf Siegen in Folge deshalb ärgerlich, „weil wir es selber verpasst haben, dem Spiel im vierten Satz noch mal eine Wende zu geben“. Durmersheim sei an diesem Tag nicht unschlagbar gewesen, doch bei den Gästen lief in der Hardtsporthalle nicht alles so gewohnt reibungslos wie in den vergangenen Partien. „Wir haben nicht so toll angenommen“, stellte Beck fest. Und mit dem ungenauen ersten Pass beraubte sich Freiburg seiner Möglichkeiten: Der Mittelangriff, der in den zurückliegenden Wochen zuverlässig für Punkte sorgte, kam nicht wie gewohnt zum Zug, und über Außen leisteten sich die Freiburger ein paar Schwächen.
So führten die Breisgauer im vierten Durchgang bereits mit 20:17 und hatten den 2:2-Satzausgleich vor Augen. „Dann aber haben wir fünf Angriffe in Folge nicht durchgebracht“, bemerkte Beck. Durmersheim konterte zur eigenen 23:20-Führung und agierte nun nervenstärker als im vorangegangenen Durchgang, als drei Matchbälle ungenutzt geblieben waren.
Freiburg haderte an diesem Tag auch mit der Schiedsrichterleistung, die Jakob Schönhagen im dritten Satz eine Gelbe Karte und Sascha Helwig nach Spielschluss sogar Rot einbrachte. „Der Schiedsrichter hat eine Geste von Sascha falsch aufgenommen“, erklärte der Spielertrainer. Helwigs Einsatz gegen Dresden ist damit noch unklar. Für Beck stand jedenfalls fest, „dass es wohl angenehmer gewesen wäre, an diesem Tag ohne Schiedsrichter zu spielen“.
Aktion mit Glühwein und Freigetränk für Weihnachtsmänner
Sei’s drum, die dritte Saisonniederlage gegen den Tabellenfünften sollte keine sein, die lange in den Kleidern stecken bleibt. Mit Durmersheim gab es in den vergangenen Jahren stets hart umkämpfte Duelle mit wechselhaftem Erfolg.
Klar sind hingegen die Rollen vor dem letzten Duell des Kalenderjahres verteilt: Dresden kommt mit der Empfehlung von elf Siegen aus elf Spielen in die Burdahalle und ist deshalb klar favorisiert. In der Vorwoche glückten den Sachsen im Topduell gegen den Zweiten Delitzsch ein 3:1-Sieg, wodurch der VCD seinen Vorsprung in der Tabelle auf sechs Zähler ausbaute. Interessierte Zuschauer der Partie waren übrigens die U-16-Spieler aus Freiburg, die an gleicher Stelle mit Trainer Daniel Raabe beim 10. Internationalen Striezel-Cup im Einsatz waren und dabei einen ausgezeichneten vierten Platz herausschmetterten.
Für den Freiburger Coach Wolfgang Beck steht Dresden nicht von ungefähr da oben: „Sie hatten schon im letzten Jahr das beste Blockteam der Liga, jetzt haben sie sich auch noch in der Annahme und der Diagonalen verstärkt“, analysiert Beck die Stärken des Gegners. Zudem ist Zuspieler Sven Dörendahl als Spielertrainer nun in jedem Spiel dabei. Zwar warnt der langjährige Erstligaspieler auf der Homepage der Dresdner vor „dem richtig schweren Spiel am Sonnabend in Freiburg“, doch Beck weiß genau, „dass wir uns den Allerwertesten aufreißen müssen, um gegen diese Dresdner Mannschaft einigermaßen mitzuhalten“. Erschwerend kommt für die Gastgeber hinzu, dass Diagonalangreifer Andreas Prein mit der Schulklasse beim Skifahren weilt und Julian Sadleder ebenfalls aus schulischen Gründen erst kurz vor dem Spieltag wieder zurückkehrt.
Für alle Zuschauer passen sich die Freiburger Volleyballer übrigens der Jahreszeit an: Es wird nicht nur Freiburger Bier, sondern auch Glühwein ausgeschenkt. Und wer sich weihnachtlich kleidet, erhält ein Freigetränk.
Nächstes Spiel:
Samstag, 17. Dezember, 20 Uhr (Burdahalle):
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