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Auf die Schnelle Teil einer Doppelspitze

15.01.2012 22:12 von Matthias Kaufhold

1844-Volleyballer nach 3:1-Sieg gegen Rüsselsheim puntgleich mit Tabellenführer Dresden

FREIBURG (zm).  Ab durch die Mitte – so hat die FT von 1844 Freiburg am Samstag ihren Marsch nach oben in der Zweiten Bundesliga fortgesetzt. Beim 3:1-Heimerfolg gegen die TG Rüsselsheim harmonierte Zuspieler Bernhard Steiert vor allem mit seinen Mittelangreifern David Landa und Johannes Stemmann glänzend. Durch den achten Sieg aus den zurückliegenden neun Spielen ziehen die Freiburger nach Punkten mit dem Spitzenreiter VC Dresden gleich (22:6). Sechs Sätze sind die Freiburger als Zweiter noch schlechter. Am kommenden Samstag wartet indes bei den L.E. Volleys in Leipzig die nächste Hammer-Aufgabe auf die Breisgauer.

Luis Ferradas sprach in Zahlen, weil er den Namen gerade nicht parat hatte. „Die Nummer elf haben wir nicht stoppen können“, räumte der Trainer der TG Rüsselsheim nach der Partie vor fast 500 Zuschauern in der Burdahalle ein. Das Trikot mit der Nummer elf trägt bei der Freiburger Turnerschaft David Landa. Der Tscheche stand beim Interview ein paar Meter nebendran und lächelte versonnen. Widersprechen wollte er nicht, wieso auch? Immer wenn Landa den Ball von Steiert serviert bekam, schlug das Spielgerät anschließend irgendwo im Rüsselsheimer Feld ein. „Im vierten Satz haben wir fast nur über die Mitte gespielt“, stellte der Freiburger Spielertrainer Wolfgang Beck fest.  

Steiert konnte seine Mittelachse aber nur deshalb mit so vielen schnellen Bällen füttern, weil die Annahme fast über den gesamten Spielverlauf hinweg konstant gut arbeitete. Den ersten Pass stabilisierte nach seiner Einwechslung vor allem Sascha Helwig. Freiburg umschiffte in diesem Heimspiel auch deshalb kritische Momente, weil draußen immer ein Spieler bereit stand, der den Akteuren auf dem Feld mit Rat und Tat zur Seite stand. So wechselten sich im Diagonalangriff Frederic Barth und Andreas Prein ab. Prein sorgte im zweiten Satz mit Blocks und schönen Hinterfeldangriffen trotz eines schlechten Starts (2:8) für die Wende, Barth frischte das 1844-Spiel mit seinen Hochgeschwindigkeits-Aufschlägen im vierten Satz wieder auf. „Im dritten Satz haben wir einige Punktball-Chancen liegen gelassen, und auch die Schiedsrichter haben hier ein paar unglückliche Entscheidungen getroffen“, begründete Beck den Satzverlust.

Die Ausgeglichenheit in den verschiedenen Mannschaftsteilen zeigt sich auch auf der Liberoposition: Hier feierte Philipp Frey eine gelungene Startpremiere in der zweiten Bundesliga. „Er ist eher ein ruhiger Typ, der Sicherheit und Vertrauen ausstrahlt, während Jakob Schönhagen als emotionaler Libero die Mannschaft mitreißen kann“, beschreibt der Freiburger Coach seine beiden Alternativen.

Wer in Leipzig als Libero auflaufen wird, ist noch unklar. Fest steht, dass Eric Dufour-Feronce mit einem Kahnbeinbruch für die kommende Auswärtspartie und die nachfolgenden sechs Spiele ausfallen wird. Ein herber Verlust, auch wenn die Mitte derzeit ganz gut besetzt scheint, da Tobias Vetter wieder als Alternative in Frage kommt. Andreas Prein wird die Tour nach Sachsen jedoch ebenfalls nicht mitmachen, weshalb Beck gespannt ist, ob die Freiburger ihren tollen Lauf beim aufstrebenden Klub aus der Messestadt fortsetzen können. „Ich bin auch gespannt, wie Leipzig die erste Niederlage nach sieben Siegen am Samstag gegen Delitzsch verkraftet hat.“  L.E. sorgte Ende Oktober für die bislang einzige Heimniederlage der Freiburger – und das gleich mit 0:3. „Damals hat Leipzig richtig stark gespielt“, urteilt Beck. Mittlerweile sei die Mannschaft etwas durch Verletzungspech gebeutelt. Jedoch wird der Tabellenvierte am Samstag alles daran setzen, den Rückstand auf den Zweiten Freiburg wieder auf zwei Punkte zu verkürzen.

 

Nächstes Spiel:

Samstag, 21. Januar, 20 Uhr:

L.E. Volleys – FT von  1844 Freiburg

 

Nächstes Heimspiel:

Samstag, 28. Januar, 20 Uhr (Burdahalle):

FT von 1844 – ASV Dachau

 

 

 

 

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